Olle Comics endlich mal online

… ich verspreche ja nun schon seit quasi Jahren, dass ich nicht nur schreibe, sondern auch mal Comics hochlade…
Wie so viele Dinge im Leben schaffe ich es gerade nicht, neues zu produzieren – aber die, die schon fertig sind und auf meinem Desktop ´rumliegen kann ich ja langsam mal online stellen.

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11 Antworten auf „Olle Comics endlich mal online“


  1. 1 kiturak 12. Juli 2012 um 21:52 Uhr

    juhuuu endlich! :D

    … cooool. Und lustig.
    Und ich find die Gesichtsausdrücke so gut!

    Versteh ich das richtig, und es kommen noch mehr?

  2. 2 magda 12. Juli 2012 um 22:05 Uhr

    yeah, tolle zeichnungen!!
    nur eine bitte, falls möglich: kannst du das, was in den sprechblasen steht, ausschreiben oder die comics größer zur verfügung stellen? ich kann’s leider gar nicht lesen.

  3. 3 Administrator 12. Juli 2012 um 23:50 Uhr

    hey hey,
    das mit dem größer machen müsste ich noch ´raus finden, aber da steht:
    bild 1:
    schild – „class matters“
    ***********************
    bild 2:
    „hi!“
    ----------
    „tja, eure aufmerksamkeit hab ich jetzt wohl“
    ----------
    „wenn ich über klasse rede, gibt es – grob – 2 reaktionen“
    linke seite:
    „definier`mal klasse!“
    „da hab ich noch nie ´drüber nachgedacht“
    „was meinst du damit???“
    „klasse ist ein festgelegter begriff“ „klassismus“ zu sagen ist albern!“
    „das riecht nach ideologie!“
    rechte seite:
    „stimmt genau!“
    „sag ich doch…“
    „don´t get me started…“
    „scheiss mittelklasseignoranz!!“
    „wütend? ich auch!“
    (herzchen in denkblase)
    ----------
    „ich hab GROB gesagt, OK?“
    ----------
    „noch mal dazu“
    ----------
    *räusper*
    „ich bin sowas wie ´ne statistische seltenheit. Unterschichtskind an der uni.“
    -----------
    „mir fehlen worte, definitionen, auseinndersetzungen mit leuten, die einen ähnlichen background haben.“
    ----------
    „ich bin wütend. und ich möchte hier ein paar dinge los werden.“

    **********************
    bild 3:
    reden über „klasse“ oder „schicht“ oder „milieu“ – wie ihr wollt. oder auch:
    „class is the elephant in the room“ b. hooks
    ------------
    “ „klasse“ wird oft gar nicht thematisiert.“
    ------------
    „nicht mal unter freund_innen.“
    -----------
    „vielleicht, weil es schwierig ist über privilegien zu sprechen? oder weil „über geld nicht geredet wird“"?
    ----------
    „ich habe keine ahnung.“
    ----------
    „genau genommen….“
    „….habe ich auch ein problem über meine soziale herkunft zu sprechen.“
    ---------
    „aber meistens, weil das sowas wie ein outing ist…“
    ----------
    „hallo, mein name ist rosa, ich komme aus der unterschicht & hab nicht so wirklich eltern. ich habe einen guten teil meiner jugend im heim verbracht. und ich möchte über „klasse“ sprechen.“
    ----------
    *schüttel*
    ----------
    „mir ist schon klar, dass da keine_r sagt: hey, geht mir GENAU so!“"
    ----------
    „aber ich will darüber reden, ohne jedesmal der elefant im raum zu sein.“
    ----------
    ‚kann ICH doch nix für, dass meine eltern geld haben!‘
    „unterschicht? siehst gar nicht so aus….“
    ‚krass! die arme!“
    „interessant! erzähl mal wie das ist.“
    ‚klasse? gehör ich zu einer klasse?‘
    -----------
    „tö-rööö!“

  4. 4 Administrator 12. Juli 2012 um 23:52 Uhr

    hey kiturak!
    wie schon angedeutet – geplant ja, angefangen, in der schublade (oder den foldern und kisten…) aber nicht fertig. wenn zeit und energie zusammen fallen – dann gibt´s mehr ;)
    best,
    CR

  5. 5 Bäumchen (AusDerBaum) 13. Juli 2012 um 1:02 Uhr

    Töröö :-)
    Vielen Dank für das tolle Comic! Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal mit einem Menschen außerhalb des Internets einfach nur über die Heimsache reden konnte, einfach nur erzählen konnte. Es ist sehr lange her.
    Was da zusätzlich dazukam: die Kämpfe, die ich allein ausfocht,vor dem Jugendamt, vor einer Familie, die mir entfremdet war, in einer christlichen Gemeinde, in der ich mich „beweisen“ musste, im Studium, wo ich jahrelang nun darum ringe, mir die „elaborierte“ Sprache anzueignen, von einem Auslandsaufenthalt nur zu träumen und mich zu fragen, wie die anderen das alles hinkriegen. Ich hab ab 18 allein gelebt, aus Geldmangel meine Wohnung verloren und die „Lösung“ meiner Gemeinde, die alle der Mittelschicht entstammen, große Häuser besitzen,mit einem Gemeindehaus, das viele Betten hat: mich für die Zeit, in der ich ne andere Wohnung suchte, ins Obdachlosenheim schicken zu wollen. Das Allerschlimmste hier war aber nicht ihr Handeln und Denken (nein, zugegeben war das auch echt schlimm) sondern MEIN Gefühl, dass ich so eine Behandlung verdient hätte, dass ich erst durch eine angemessene Leistung,z.B. ein abgeschlossenes Studium mich beweisen muss,dass ich nicht „diese Art von Heimkind“ bin, dass ich ein Teil von ihnen sein darf und kann … aber es gab auch Rebellion und vielleicht war dieses Erlebnis wichtig für mich,dass ich mich nach und nach von dieser Gemeinschaft emanzipieren konnte.
    So das sind meine 2 cents, wie eine das so schön formuliert. Übers Leben im Heim muss ich auch unbedingt selber noch viel schreiben und ausformulieren.
    Liebe Grüße und ich freu mich über weiteres

  6. 6 Administrator 13. Juli 2012 um 10:03 Uhr

    hallo tolle_r Bäumchen (AusDerBaum),

    vielen dank für´s teilen! das mit dem heim erzähl ich ja meistens schon gar nicht mehr dazu… das hat oft so´n „ach nee, ne? DAS jetz nich auch noch!“-effekt auf leute…. ich habe das gefühl, dass ich bis zu ´nem bestimmten punkt unterhaltsam sein darf mit meiner aussenseiter_innengeschichte, aber wenn es darum geht, die dinge zu erzählen, für die es ein erweitertes ohr bräuchte – von leuten, die WIRKLICH zuhören und VERSTEHEN können, worüber ich rede – da wird´s eng.
    is ja auch kein vorwurf – aber ich glaube, dass sich wenige leute aus meinem mittelklasseumfeld vorstellen können, wie es ist, im system aufzuwachsen – quasi nicht-privat, mit berichten, die in akten festgehalten werden, die teilweise nicht mal von mir selbst gelesen werden dürfen, anträge schreiben müssen, ständig beweisen müssen und gegenleistungen dafür bringen, dass sich der teure heimplatz rechtfertigt…
    ist´n dilemma, dass sich nicht wirklich lösen lässt – kann ja weder meine lebensgeschichte noch die anderer ändern…
    ich freue mich umso mehr über kommentare und posts von dir! hab gestern noch den zu körper und klasse gelesen (jau!) – und ich freue mich, dass wir uns virtuell gefunden haben ;)
    bestes,
    CR

  7. 7 stef 24. Juli 2012 um 3:27 Uhr

    @magda
    bilder größer machen geht mit einem rechtsklick aufs bild, dann auf „grafik anzeigen“ und vergrößern.

  8. 8 Administrator 24. Juli 2012 um 13:55 Uhr

    danke stef :)

  9. 9 brav_a 14. September 2012 um 1:11 Uhr

    hey, ich finde das comic sehr cool und denke es ist ein thema mit dem sich viel zu wenig innerhalb der „szene“ beschäftigt wird. eigentlich habe ich es bis jetzt fast gar nicht mitbekommen..

    ich gebe mit einer freundin zusammen das brav_a zine raus und wir würden sehr gerne das comic oder einen text von dir in die nächste ausgabe reinnehmen. schreib uns doch mal wenn du daran interesse hättest :) liebe grüße

  10. 10 foxy 27. September 2012 um 21:47 Uhr

    yeah! ich find die comix mega!!! und eh toll das alles! cu ;)

  11. 11 annaheger 06. November 2012 um 20:58 Uhr

    Clara Rosa,
    das sind wirklich tolle Comics. Vielleicht hast du Lust beim WebComicKollektiv mitzumachen. Ich will mich mit deutschsprachigen WebComicZeichner_innen abseits vom Mainstream vernetzen. Ich könnte mir vorstellen dass du mit meinem MiniComic zum Thema Verandern was anfangen kannst.

    Das erste Thema des WebComicKollektivs war Langsamkeit und das zweite wird Theorie sein. Du schreibst ja auch, dass Du grade keine neuen Comics zeichnest sondern alte Comics hochstellst. Vielleicht hast Du ein Thema zu dem du schon was gemacht hast. Ich könnte Dein Thema ankündigen und würde auch dazu zeichnen.

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