Comments on: Das leidige „etc.“, oder: Danke – ich will (lieber) nicht bei Euch wohnen! http://clararosa.blogsport.de/2012/07/01/das-leidige-etc-oder-danke-ich-will-lieber-nicht-bei-euch-wohnen/ Clara Rosa schreibt über Klassismus Tue, 12 Nov 2019 17:12:26 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 by: Mädchenmannschaft » Blog Archive » Femgeeks, nervige Leser und ein feministisches Teenie-Magazin – die Blogschau http://clararosa.blogsport.de/2012/07/01/das-leidige-etc-oder-danke-ich-will-lieber-nicht-bei-euch-wohnen/#comment-1038 Sun, 18 Nov 2012 21:31:03 +0000 http://clararosa.blogsport.de/2012/07/01/das-leidige-etc-oder-danke-ich-will-lieber-nicht-bei-euch-wohnen/#comment-1038 [...] Clara Rosa von Class Matters liest in links-queeren Wohnungsanzeigen immer öfter, dass das ausformulierte: „gegen -ismen und Diskriminierungen“ um Klassismus er­gänzt wird. In der Theorie klingt das ja ganz gut, aber was heißt das für die Praxis? [...] […] Clara Rosa von Class Matters liest in links-queeren Wohnungsanzeigen immer öfter, dass das ausformulierte: „gegen -ismen und Diskriminierungen“ um Klassismus er­gänzt wird. In der Theorie klingt das ja ganz gut, aber was heißt das für die Praxis? […]

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by: kea http://clararosa.blogsport.de/2012/07/01/das-leidige-etc-oder-danke-ich-will-lieber-nicht-bei-euch-wohnen/#comment-825 Wed, 31 Oct 2012 20:20:24 +0000 http://clararosa.blogsport.de/2012/07/01/das-leidige-etc-oder-danke-ich-will-lieber-nicht-bei-euch-wohnen/#comment-825 danke fürs perspektive-teilen. dein blog hat mir in letzter zeit bei jedem lesen neue denk- und handlungsanstöße gegeben, besonders dieser artikel. danke fürs perspektive-teilen. dein blog hat mir in letzter zeit bei jedem lesen neue denk- und handlungsanstöße gegeben, besonders dieser artikel.

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by: Die Sache mit der politischen Unverständlichkeit » takeover.beta http://clararosa.blogsport.de/2012/07/01/das-leidige-etc-oder-danke-ich-will-lieber-nicht-bei-euch-wohnen/#comment-670 Thu, 11 Oct 2012 13:15:44 +0000 http://clararosa.blogsport.de/2012/07/01/das-leidige-etc-oder-danke-ich-will-lieber-nicht-bei-euch-wohnen/#comment-670 [...] Hier jetzt auch noch meine Mayo* zu der Diskussion der letzten Tage darum, wie unverständlich, akademisch, in-Cliquen-mäßig oder sonstwie Feminismus daherkommen darf, soll, oder auch nicht. Ich schreib’ absichtlich “Feminismus”, weil’s angeblich eben genau darum wieder mal geht: Der gute alte “Nur-” Feminismus, in dem andere *ismen WIE ZUM BEISPIEL KLASSISMUS nicht so richtig wichtig sind, oder nicht so ganz in Verbindung gebracht werden mit dem, was da so täglich gemacht und gesagt wird. [...] […] Hier jetzt auch noch meine Mayo* zu der Diskussion der letzten Tage darum, wie unverständlich, akademisch, in-Cliquen-mäßig oder sonstwie Feminismus daherkommen darf, soll, oder auch nicht. Ich schreib’ absichtlich “Feminismus”, weil’s angeblich eben genau darum wieder mal geht: Der gute alte “Nur-” Feminismus, in dem andere *ismen WIE ZUM BEISPIEL KLASSISMUS nicht so richtig wichtig sind, oder nicht so ganz in Verbindung gebracht werden mit dem, was da so täglich gemacht und gesagt wird. […]

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by: Zum Wochenende Links: » takeover.beta http://clararosa.blogsport.de/2012/07/01/das-leidige-etc-oder-danke-ich-will-lieber-nicht-bei-euch-wohnen/#comment-420 Tue, 17 Jul 2012 12:49:42 +0000 http://clararosa.blogsport.de/2012/07/01/das-leidige-etc-oder-danke-ich-will-lieber-nicht-bei-euch-wohnen/#comment-420 [...] Klassistische Ausgrenzungserfahrungen im Umgang mit Geld in der eigenen alternativen Wohngemeinschaft erlebte ClaraRosa. [...] […] Klassistische Ausgrenzungserfahrungen im Umgang mit Geld in der eigenen alternativen Wohngemeinschaft erlebte ClaraRosa. […]

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by: Links vom 01.07.2012 ¦ endorphenium Links vom 01.07.2012 ¦ photography & other stuff http://clararosa.blogsport.de/2012/07/01/das-leidige-etc-oder-danke-ich-will-lieber-nicht-bei-euch-wohnen/#comment-377 Mon, 02 Jul 2012 06:44:24 +0000 http://clararosa.blogsport.de/2012/07/01/das-leidige-etc-oder-danke-ich-will-lieber-nicht-bei-euch-wohnen/#comment-377 [...] Das leidige „etc.“, oder: Danke – ich will (lieber) nicht bei Euch wohnen! « CLASS MATTERS - [...] […] Das leidige „etc.“, oder: Danke – ich will (lieber) nicht bei Euch wohnen! « CLASS MATTERS – […]

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by: kiturak http://clararosa.blogsport.de/2012/07/01/das-leidige-etc-oder-danke-ich-will-lieber-nicht-bei-euch-wohnen/#comment-375 Sun, 01 Jul 2012 18:37:45 +0000 http://clararosa.blogsport.de/2012/07/01/das-leidige-etc-oder-danke-ich-will-lieber-nicht-bei-euch-wohnen/#comment-375 <blockquote>Ich habe zum Beispiel noch nicht gelesen: „Da wir contra-klassistisch leben möchten, staffelt sich unsere Miete nach dem Einkommen der einzelnen“. Ganz zu Schweigen von der Verhandlung darüber, ob Kohle von Eltern, Verwandten und Bekannten zu diesem Einkommen zählt.</blockquote> Das ist perfekt. Ich sortiere diesen Kram immer zu "Menschen, die an Schilder glauben" - z.B. bei ner Party hängt draußen das Schild "hier kein [blabla-Liste]*ismus", und ... was genau soll jetzt *Euer Schild* bewirken?! Wenn schon von vornherein nur Weiße kommen, weil das gesamte Umfeld weiß/rassistisch ist, wenn zur Clique *natürlich* ganz normal Typen mit (sexualisiert) gewalttätigem Verhalten gehören, wenn die Party im 4. Stock ohne Aufzug ist, wenn Kinder eh nicht als Menschen mitgedacht sind, ...? Ne Absichtsbekundung ist ja nett, aber kann halt nicht mehr sein als ne Dokumentation von tatsächlich anti-*istischem Verhalten.

Ich habe zum Beispiel noch nicht gelesen: „Da wir contra-klassistisch leben möchten, staffelt sich unsere Miete nach dem Einkommen der einzelnen“. Ganz zu Schweigen von der Verhandlung darüber, ob Kohle von Eltern, Verwandten und Bekannten zu diesem Einkommen zählt.

Das ist perfekt.

Ich sortiere diesen Kram immer zu „Menschen, die an Schilder glauben“ – z.B. bei ner Party hängt draußen das Schild „hier kein [blabla-Liste]*ismus“, und … was genau soll jetzt *Euer Schild* bewirken?! Wenn schon von vornherein nur Weiße kommen, weil das gesamte Umfeld weiß/rassistisch ist, wenn zur Clique *natürlich* ganz normal Typen mit (sexualisiert) gewalttätigem Verhalten gehören, wenn die Party im 4. Stock ohne Aufzug ist, wenn Kinder eh nicht als Menschen mitgedacht sind, …?
Ne Absichtsbekundung ist ja nett, aber kann halt nicht mehr sein als ne Dokumentation von tatsächlich anti-*istischem Verhalten.

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by: Bäumchen http://clararosa.blogsport.de/2012/07/01/das-leidige-etc-oder-danke-ich-will-lieber-nicht-bei-euch-wohnen/#comment-371 Sun, 01 Jul 2012 13:11:02 +0000 http://clararosa.blogsport.de/2012/07/01/das-leidige-etc-oder-danke-ich-will-lieber-nicht-bei-euch-wohnen/#comment-371 Auch aus einer Kleinstadt, dennoch erfahren darin, Mietanzeigen in Manifestform zu schreiben :-). Klassismus haben wir nicht als -ismus mitreingeschrieben, aber klargemacht, dass wir gerade auch Lohnarbeiter*innen (unser Haus dominiert von Studis) und Menschen mit weniger Einkommen begrüßen. Da wir sehr unterschiedliche Menschen sind, muss vieles bei uns ausgehandelt und diskutiert werden. Eine gemeinsame Kasse mit fester monatlicher Grundgebühr gibt es nicht. Wir haben schon verschiedenes ausprobiert, damit es nicht wenigen Menschen überlassen bleibt, den Kühlschrank zu füllen (wir haben eine ,,Alle kaufen ein für alle"-Abmachung). Einmal hatten wir eine Liste, wo Leute eintragen, wenn sie etwas besorgt haben. Das hatte den Vorteil, dass Essen nicht in Form von Geld erworben sein musste sondern zum Beispiel auch durch Containern. Das hat sichtbar gemacht, dass alle irgendwie mitdenken und sich jemand nicht alleinfühlt im Tragen der Miternährung aller. Das scheiterte daran, dass es viel zu aufwendig war, immer aufzuschreiben, was wer besorgt hatte. Jetzt haben wir gerade eine gemeinsame Kasse mit einer Liste, bei der Leute dann abhaken, wenn sie entweder was in die Kasse gefüllt haben oder eingekauft haben. Das läuft auf Vertrauensbasis: Jede*r, die*der gerade weiß, dass sie*er sich das leisten kann, gibt mehr Geld in die Kasse/kauft mehr ein; die die weniger haben, tuen entweder weniger Geld rein oder lassen es ganz aus, bis sie wieder für sich selber das Gefühl haben, so, jetzt kann ich Geld ausgeben. Das klappt glaub ich auch deshalb, weil wir alle eher an der prekären Grenze stehen und alle mal ein bisschen mehr, ein bisschen weniger Geld haben. Weswegen es auch gefühlt kein Problem ist, anzusprechen, dass mensch gerade eher weniger reintun kann. Perfekt ist es nicht. Manchmal funktionierts nicht, manchmal bleibt es wieder an wenigen hängen. Aber ich bin sehr dankbar, dass wir hier über Geld kommunizieren. Auch aus einer Kleinstadt, dennoch erfahren darin, Mietanzeigen in Manifestform zu schreiben :-) . Klassismus haben wir nicht als -ismus mitreingeschrieben, aber klargemacht, dass wir gerade auch Lohnarbeiter*innen (unser Haus dominiert von Studis) und Menschen mit weniger Einkommen begrüßen. Da wir sehr unterschiedliche Menschen sind, muss vieles bei uns ausgehandelt und diskutiert werden. Eine gemeinsame Kasse mit fester monatlicher Grundgebühr gibt es nicht. Wir haben schon verschiedenes ausprobiert, damit es nicht wenigen Menschen überlassen bleibt, den Kühlschrank zu füllen (wir haben eine ,,Alle kaufen ein für alle“-Abmachung). Einmal hatten wir eine Liste, wo Leute eintragen, wenn sie etwas besorgt haben. Das hatte den Vorteil, dass Essen nicht in Form von Geld erworben sein musste sondern zum Beispiel auch durch Containern. Das hat sichtbar gemacht, dass alle irgendwie mitdenken und sich jemand nicht alleinfühlt im Tragen der Miternährung aller. Das scheiterte daran, dass es viel zu aufwendig war, immer aufzuschreiben, was wer besorgt hatte. Jetzt haben wir gerade eine gemeinsame Kasse mit einer Liste, bei der Leute dann abhaken, wenn sie entweder was in die Kasse gefüllt haben oder eingekauft haben. Das läuft auf Vertrauensbasis: Jede*r, die*der gerade weiß, dass sie*er sich das leisten kann, gibt mehr Geld in die Kasse/kauft mehr ein; die die weniger haben, tuen entweder weniger Geld rein oder lassen es ganz aus, bis sie wieder für sich selber das Gefühl haben, so, jetzt kann ich Geld ausgeben. Das klappt glaub ich auch deshalb, weil wir alle eher an der prekären Grenze stehen und alle mal ein bisschen mehr, ein bisschen weniger Geld haben. Weswegen es auch gefühlt kein Problem ist, anzusprechen, dass mensch gerade eher weniger reintun kann.
Perfekt ist es nicht. Manchmal funktionierts nicht, manchmal bleibt es wieder an wenigen hängen. Aber ich bin sehr dankbar, dass wir hier über Geld kommunizieren.

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